Die Shisha für Unterwegs

Die Guus Trading GmbH stellt ein bislang einzigartiges Produkt her. In ihrer mobilen Wasserpfeife steckt eine Menge Entwicklungsarbeit. Das Ergebnis heißt Bongsha.

Für Maximilian Bertels gehörte die Wasserpfeife zu seiner Art des Socializing. Während andere Jugendliche sich zum Sport trafen, saß er mit Freunden bei einer gepflegten Shisha. Die immobile Form der traditionellen Shisha fand er allerdings optimierbar, deswegen funktionierte er damals eine Bong zur transportablen Wasserpfeife um. Eine Kommerzialisierung der Idee kam ihm eigentlich erst in den Sinn, als er Wirtschaftsingenieurwesen an der FH Aachen abschloss. „Da war mit der Frage nach Selbständigkeit und einer Geschäftsidee auch die Idee mit der Shisha wieder aktuell.“

Aus der ersten Idee und einem eher improvisierten Produkt ist inzwischen ein technisch durchdachtes geworden, in dem eine Menge Entwicklungsarbeit steckt. Im April 2017 gründete Maximilian Bertels  zusammen mit David Trovo und Pascale Labrow die Guus Trading GmbH, ein halbes Jahr später starteten sie ihr Unternehmen.

Auf dem Markt ist die transportable Wasserpfeife einzigartig und in Teilbereichen patentrechtlich geschützt. Anforderungen an das mobile Gerät waren unter anderem Druck- und Stoßfestigkeit, die heiße Kohle muss auch bei Transport sicher im Rauchkopf liegen und die Pfeife sollte letztlich auch den Designansprüchen der Gründer genügen.

Und dann war da noch eine Sache, mit dem die Gründer zu kämpfen hatten: „Anfangs wollten wir weg vom Bongthema und den impliziten Vorurteilen, die ein solches Design mit sich bringt“, sagt Herr Bertels. Dann bemerkten sie aber, dass sie das Thema offensiv angehen müssen, deswegen lautet das heutige Motto: „Don´t call it bong.“ Der Produktname ist Bongsha.

Kenner freilich sehen schnell, dass hier ganz legal geraucht wird. Und sie sehen auch schnell die Vorteile der Bongsha, so Herr Trovo: “sie ist sehr kompakt, kein störender Schlauch, sie ist transportable und der Verbrauch von Tabak und Kohle ist geringer als bei konventionellen Wasserpfeifen.”

Guus Trading lässt die Einzelteile in Deutschland und Italien fertigen. Das fertige Produkt ist „Made in Berlin“. Es erfährt nicht nur auf den einschlägigen Shisha-Messen erheblichen Zuspruch. Inzwischen übersteigt die Zahl der Bestellungen den Warenbestand und es wurden diverse Nachfragen nach kleineren Versionen gestellt. Zunächst aber plant man die weitere Optimierung der ersten Version, der Guus ONE, und will deswegen auch mit Hochschulen im Feld der Materialforschung kooperieren.

Seit Mai 2018 ist die Guus Trading Mieter im Innovationspark Wuhlheide. Das Konzept der Gründerzentren war den drei Jungunternehmern bekannt und hat sie besonders wegen der flexiblen Mietbindungen überzeugt. „Wir können flexible Räume hinzubuchen, wenn der Bedarf da ist“, so Herr Bertels.

(Oben: Firmensitz der Guus Trading GmbH im Haus 11 des Innovationsparks – Bild: Christoph Eckelt)